13.03.2018

Besuch des Staatssekretärs Roland Krämer im Institut für Landeskunde im Saarland am 8. März 2018


Am Donnerstag, den 8. März 2018, besuchte der Staatssekretär im Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz, Herr Roland Krämer, unser Institut für Landeskunde im Saarland (IfLiS). Anlass seines Besuchs war die Überreichung des Zuwendungsbescheids für die institutionelle Förderung des IfLiS in diesem Jahr.

Verbunden mit seinen Dankesworten an Herrn Staatssekretär Krämer hob der Direktor des IfLiS, Herr Regierungsdirektor Delf Slotta, die gute Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz, dem für unser Institut zuständigen Landesministerium, hervor. Darüber hinaus nutzte der Institutsdirektor die Gelegenheit, Herrn Staatssekretär Krämer über aktuelle Entwicklungen und Probleme sowie über die laufenden und in naher Zukunft geplanten Aktivitäten des Instituts zu informieren.

 Uebergabe Zuwendungsbescheid 2018 klein

von links nach rechts:
Dipl.-Geogr. Jens Falk (Geschäftsführer des IfLiS), Klaus Spaniol (Mitarbeiter des IfLiS), Christian Jung (Vorsitzender der Mitgliederversammlung des IfLiS, Vorstand), Dipl.-Geogr. Delf Slotta (Direktor des IfLiS, Vorstand), Dr. Juan Manuel Wagner (Mitarbeiter des IfLiS), Staatssekretär Roland Krämer (Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz), Dipl.-Ing. Architekt Gordon Haan (stellvertretender Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats des IfLiS, Vorstand), Prof. Dr. Heinz Quasten (Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats des IfLiS, Vorstand)

 


Im Mittelpunkt des anschließenden Gedankenaustauschs zwischen Staatssekretär Krämer und den anwesenden Vertretern des Institutsvorstands standen die vorhandenen Schnittstellen zwischen Ministerium und IfLiS. Einen breiten Raum nahm dabei der Wettbewerb „Saarländische Bauernhäuser ‒ Zeugnisse unserer Heimat“ ein, der gemeinsam vom Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und dem Institut für Landeskunde im Saarland ausgerichtet wird und in diesem Jahr zum 18. Mal stattfindet.

Nähere Informationen zum Bauernhauswettbewerb 2018 (Teilnahmevoraussetzungen, Anmeldemodalitäten, Preise, Bewertungskriterien u.a.) finden Sie hier.

13.02.2018

Bauernhauswettbewerb 2018


In diesem Jahr findet der 18. Wettbewerb „Saarländische Bauernhäuser – Zeugnisse unserer Heimat“ statt. Der Wettbewerb wird – unter Beteiligung der Landkreise und des Regionalverbandes Saarbrücken sowie der Städte und Gemeinden des Saarlandes – vom Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und dem Institut für Landeskunde im Saarland gemeinsam ausgerichtet. Für den Wettbewerb 2018 sind Preise und Anerkennungen im Gesamtbetrag von 10.000 Euro ausgesetzt.

Anmeldungen zur Teilnahme am diesjährigen Wettbewerb sind ausschließlich schriftlich bis spätestens 10. August 2018 möglich. Die Anmeldungen sind an die zuständige Kreisverwaltung bzw. den Regionalverband Saarbrücken – mit dem Adresszusatz „Bauernhauswettbewerb“ – zu richten.

Die zum Wettbewerb angemeldeten Häuser werden zunächst durch Jurys der zuständigen Landkreise bzw. des Regionalverbandes Saarbrücken im Rahmen einer Besichtigung vor Ort bewertet. Die Kreisjurys können jeweils bis zu fünf Häuser für den Landesentscheid vorschlagen. Die Besichtigungen durch die Kreisjurys werden im Zeitraum 16. – 24. August 2018 erfolgen.

Die Besichtigungen der für den Landesentscheid vorgeschlagenen Häuser durch die Landesjury sind für den 25. und 26. September 2018 vorgesehen.

Nähere Informationen zum Bauernhauswettbewerb 2018 (Teilnahmevoraussetzungen, Anmeldemodalitäten, Preise, Bewertungskriterien u.a.) finden Sie hier.

22.07.2017

Institut für Landeskunde Gastgeber der BHU-Jahrestagung 2017


Das Institut für Landeskunde im Saarland (IfLiS) war am 7. und 8. Juli 2017 erstmals Gastgeber der Jahrestagung (Präsidiumssitzung und Mitgliederversammlung) des „BUND HEIMAT UND UMWELT in Deutschland (BHU) ‒ Bundesverband für Kultur, Natur und Heimat e.V.“, die mit rund 20 Teilnehmern sehr gut besucht war. Zu dieser Tagung treffen sich einmal pro Jahr die Vorsitzenden der einzelnen Landesverbände. Seit 2009 vertritt das IfLiS als saarländischer Landesverband den BHU.

Der BHU ist der Bundesverband der Bürger- und Heimatvereine in Deutschland. Er vereinigt über seine Landesverbände rund eine halbe Million Mitglieder und ist somit die größte kulturelle Bürgerbewegung dieser Art in der Bundesrepublik Deutschland. Der BHU ist nach § 63 Bundesnaturschutzgesetz anerkannter Naturschutzverband. Seit seiner Gründung im Jahr 1904 setzt er sich für die Kulturlandschaften und die in ihnen lebenden Menschen ein. Besonders zeichnet den Verband sein interdisziplinärer Ansatz aus. So vereinigt der BHU Belange des Natur- und Umweltschutzes, der Denkmalpflege, der Baukultur sowie des immateriellen Kulturerbes.

Die Sitzungen der BHU-Jahrestagung 2017 fanden im Tagungsraum „Stiefelsaal“ des Restaurants „Stiefel“ am St. Johanner Markt in Saarbrücken statt.

Am Nachmittag des ersten Tagungstages gestaltet der gastgebende Landesverband traditionell einen eigenen Programmpunkt, um den Teilnehmern Einblicke in seine Arbeit zu gewähren und das besuchte Bundeland vorzustellen. Das IfLiS hatte hierzu zu einer Fahrt im Oldtimerbus des IfLiS-Mitglieds Uwe Zimmermann unter dem Thema „Industriekultur in die Zukunft gedacht“ eingeladen.

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Zunächst ging es von Saarbrücken zum „Erlebnisort Reden“, dem Dienstsitz des Instituts für Landeskunde im Saarland. Dort führte Institutsdirektor Delf Slotta unter dem Motto „Wo 148 Jahre Kohle gemacht wurde ‒ ein Rundgang über ein früheres Grubengelände“ über das Areal.

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Nach der Erläuterung der Historie der Grube und der Architektur des Redener Zechenhauses führte der Rundgang durch die Wassergärten und den „Mosesgang“. Schließlich wurden die jüngeren Entwicklungen am Standort rund um „GONDWANA ‒ Das Praehistorium“, die „proWIN Akademie“ und die Bergehalde mit der neuen „Bergmanns Alm“ erläutert.

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Die Bustour führte anschließend zum Fördergerüst Schacht IV der Grube Göttelborn. Dort erwarteten die Reisegruppe bereits Prof. Dr. Heinz Quasten (Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats des IfLiS), Christian Jung (Vorsitzender der Mitgliederversammlung des IfLiS) und Annette Bost von der Gemeinde Quierschied. Nach Erläuterungen zur Geschichte und Technik des Fördergerüstes durch Delf Slotta erfolgte die Auffahrt zur obersten Plattform, auf der die IfLiS-Mitarbeiter Klaus Spaniol und Dr. Juan Manuel Wagner zur Überraschung der Gäste einen Umtrunk und einen kleinen Imbiss vorbereitet hatten. Bei sonnigem Wetter und hervorragender Fernsicht erläuterte Delf Slotta unter dem Motto „Neue Bilder auf alten Industrieflächen“ den Campus und die Haldenlandschaft Göttelborn.

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Nach erfolgter Stärkung ging es zurück nach Saarbrücken, wo im Restaurant „Stiefel“ zunächst das Abendessen stattfand. Während sich im Anschluss das Präsidium des BHU zur Beratung traf, bot Delf Slotta für die übrigen Vertreter der Landesverbände einen bilderreichen Vortrag „Das Saarland von seinen besten Seiten“ an.

Am zweiten Tagungstag fand die eigentliche Mitgliederversammlung statt. Nach der Begrüßung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch die Präsidentin des BHU, Frau Dr. Herlind Gundelach (MdB, Hamburg), hieß der Staatssekretär des Ministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz, Herr Roland Krämer, die auswärtigen Gäste im Saarland willkommen. Dabei dankte er dem IfLiS für die Organisation der BHU-Jahrestagung sowie den Vertretern des BHU und der übrigen Landesverbände, dass sie so zahlreich die Reise ins Saarland angetreten haben.

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Bezugnehmend auf die Exkursion am ersten Tagungstag erläuterte Staatssekretär Krämer die enge Verzahnung der saarländischen Landesgeschichte und der industriellen Entwicklung des Landes. Als dritter Redner stellte Herr Thomas Bruch, in dessen Erlebnisbrauerei am St. Johanner Markt die Tagung stattfand, episodenhaft und kurzweilig sein Brauereiunternehmen vor. Dabei stellte er auch heraus, dass die Entwicklung seines Familienunternehmens, das bereits 1702 gegründet worden war, sehr stark von den politischen Entwicklungen des Landes an der Saar geprägt worden sei.

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Nach der Mittagspause folgte noch die Mitgliederversammlung des BHU-Förderkreises, bevor die meisten Teilnehmer wieder die Heimreise antraten, wobei einige den folgenden Sonntag noch genutzt haben, um das Saarland näher kennenzulernen.

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Erfreulich ist das ausnahmslos positive Votum, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der BHU-Jahrestagung ihren saarländischen Gastgebern aussprachen. Somit hat sich das Institut für Landeskunde im Saarland als guter und leistungsfähiger Repräsentant des Saarlandes gezeigt und bei unseren Gästen Interesse für unser Bundesland und seine vielfältigen Attraktionen gefördert.

10.04.2017

Neue Kooperation zwischen dem „Musée Les Mineurs Wendel“ in Petite-Rosselle und dem Institut für Landeskunde im Saarland

Ab 29. April 2017: Erweiterte Ausstellung „Moselle-Saar – die Kohle als Beginn Europas?“ im „Musée Les Mineurs Wendel“


Am Samstag, den 29. April 2017, eröffnet das „Musée Les Mineurs Wendel“ in Petite-Rosselle die um zahlreiche Aspekte und Exponate erweiterte Sonderausstellung „Moselle-Saar – die Kohle als Beginn Europas?“, die sich mit der wechselhaften Geschichte des Saarlandes und der Region Moselle sowie mit der besonderen Rolle der Kohle in den deutsch-französischen Beziehungen beschäftigt. Die zweisprachige Ausstellung wurde in Zusammenarbeit mit dem Institut für Landeskunde im Saarland konzipiert und richtet sich unter anderem auch an Schulklassen aus dem deutsch-französischen Grenzraum. Im Zuge der Ausstellungserweiterung sind vielfältige Objekte, darunter wertvolle Einzelstücke, in die Schau integriert worden. Neu sind außerdem großformatige Collagen mit Fotos zur deutsch-französischen Bergbaugeschichte und zur Gegenwart und Zukunft der Region.

Das Saarland und die Region Moselle haben mehrere Jahrhunderte lang dieselben Kohlevorkommen abgebaut, die sich unter diesen beiden Territorien befanden. Doch bevor die Kohle ein verbindendes Element wurde, das am Ursprung der 1952 gegründeten Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl stand, stellte sie zunächst ein geopolitisches Streitobjekt dar, um das auch bei den Kriegen gekämpft wurde, die Europa zwischen dem Ende des 18. und der Mitte des 20. Jahrhunderts erschütterten.

Die Ausstellung „Moselle-Saar – die Kohle als Beginn Europas?“, die im Mai 2015 erstmals als Sonderausstellung eröffnet wurde, zeichnet die verschiedenen territorialen Angliederungen des Saarlandes und der Region Moselle und den Abbau der saarländisch-lothringischen Kohle zwischen dem Ende des 18. und der Mitte des 20. Jahrhunderts nach. Sie zeigt, dass die saarländisch-lothringische Kohle die Konflikte zwischen den Ländern mitbestimmte, aber auch den Austausch von technischem Wissen zwischen Frankreich und Deutschland sowie die Beziehungen zwischen Handwerk, Kultur, Institutionen beider Länder beförderte. Auch die sozialen und sprachlichen Beziehungen hat die Kohle beeinflusst und so auf ihre Weise zur Entstehung einer gemeinsamen Geschichte beigetragen. Die Ausstellung stellt außerdem dar, wie die wechselvolle Geschichte das Leben der Bergleute und ihrer Familien geprägt hat.

Ab dem 29. April 2017 ist die Ausstellung nun in einer erweiterten Form im „Musée Les Mineurs Wendel“ zu sehen. Die Erweiterung der Ausstellung wurde von Laetitia Gigault, Musée Les Mineurs Wendel, in Zusammenarbeit mit Delf Slotta, Direktor des Instituts für Landeskunde im Saarland (IfLiS), konzipiert. Mit dem IfLiS hat das Museum bereits mehrere erfolgreiche Kooperationsprojekte umgesetzt, so z.B. verschiedene Fotoworkshops und Fotoausstellungen zum Thema Bergbau.

Ergänzt wurden zahlreiche Objekte aus dem Leben der Bergarbeiterfamilien, darunter wertvolle Einzelstücke, die Delf Slotta der Ausstellung zur Verfügung gestellt hat. Zu sehen sind unter anderem Grubenlampen aus den verschiedenen Epochen des Bergbaus, prunkvolle Bergmannsgläser, Barbara-Statuen sowie originelle Alltagsgegenstände wie etwa Spielzeug oder Schallplatten.

Die neu eröffnete Ausstellung schlägt mit großformatigen Fotocollagen den Bogen von der Geschichte zur Gegenwart: Fotos aus der Moselle und dem Saarland zeigen in vielen Facetten die Geschichte des Bergbaus in der Region – wären sie nicht unterschiedlich farbig markiert, wüsste man oft nicht, welches Foto aus Frankreich stammt und welches aus Deutschland. So zeigen diese Bilder einmal mehr die Gemeinsamkeiten der Bergbaugeschichte in Moselle-Saar. Die zweite Collage zeigt Gegenwart und Zukunft der grenzüberschreitenden Region Moselle-Saar in Fotos aus dem Hier und Jetzt.

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