Zur Geschichte unseres Instituts

Im Dezember 1959 fasste die Regierung des Saarlandes den Beschluss zur Gründung unseres Instituts als zentrale Forschungsstelle für Landeskunde. Das neue „Institut für Landeskunde des Saarlandes“ wurde als staatliche Einrichtung beim Kultusministerium angesiedelt und nahm seine Aufgaben in der Organisationsform einer dem Ministerium nachgeordneten Behörde wahr. Zum ersten Institutsdirektor wurde der an der Universität des Saarlandes lehrende Wirtschaftshistoriker Hektor Ammann ernannt.

Gemeinsam mit dem Geographen Emil Meynen, der das bundesdeutsche „Institut für Landeskunde“ in Bad Godesberg leitete, nahm Hektor Ammann 1960 zunächst die Planungen für den „Geschichtlichen Atlas für das Land an der Saar“ in die Hand, mit dessen Herausgabe unser Institut bei seiner Gründung von der Landesregierung beauftragt worden war.

Ebenfalls 1960 wurde die wissenschaftliche Schriftenreihe „Veröffentlichungen des Instituts für Landeskunde des Saarlandes“ ins Leben gerufen, deren erster Band noch im selben Jahr erschien. Als 1965 die ersten zwölf Kartenblätter und vier Erläuterungshefte des „Geschichtlichen Atlas“ herausgegeben wurden, umfasste die Schriftenreihe bereits 13 Bände.

1967 trat Hektor Ammann aus gesundheitlichen Gründen von seinem Amt als geschäftsführender Direktor zurück. Der Beirat des Instituts übertrug die Institutsleitung daraufhin dem damals an der Universität des Saarlandes tätigen Historiker Eduard Hlawitschka. Nach dessen Ausscheiden nahm zunächst der Physische Geograph Carl Rathjens, der bereits viele Jahre als Vorsitzender des Beirats Verantwortung für das Institut getragen hatte, die Geschäftsführung kommissarisch wahr. 1969 berief dann der Kultusminister auf Vorschlag des Beirats den Kulturgeographen Martin Born zum neuen Institutsdirektor. Unter seiner Leitung erfolgte 1972 die räumliche Verlagerung des Instituts in ein Gebäude der Universität. Als Nachfolger von Martin Born wurde 1980 mit Heinz Quasten ein weiterer an der Universität des Saarlandes lehrender Kulturgeograph zum Direktor unseres Instituts berufen.

Mit Inkrafttreten einer neuen Satzung wurde unser Institut Anfang 1981 in „Institut für Landeskunde im Saarland“ (IfLiS) umbenannt. Damit einhergehend wurde auch der Titel unserer ersten Schriftenreihe in „Veröffentlichungen des Instituts für Landeskunde im Saarland“ geändert.

In der Amtszeit von Heinz Quasten wurden unsere wissenschaftlichen Tätigkeitsfelder um einige neue Aufgaben ergänzt, die sich vor allem in zusätzlichen Aktivitäten für eine breitere Öffentlichkeit sowie in einer stärkeren Anwendungsorientierung unserer Arbeit äußern. Ausdruck dieser Ausweitung unserer Tätigkeitsfelder sind zum Beispiel der seit 1984 alle zwei Jahre stattfindende Bauernhauswettbewerb oder auch unsere 1991 eingerichtete zweite Publikationsreihe „Saarland-Hefte“.

Im September 2003 änderte sich die ministerielle Zuordnung unseres Instituts. Fortan gehörten wir zum Geschäftsbereich des Umweltministeriums, blieben dabei zunächst aber noch als staatliche Einrichtung fortbestehen. Schon bald leitete das Umweltministerium die Umwandlung des IfLiS von einer nachgeordneten Behörde in seine heutige Rechtsform als eingetragener Verein in die Wege. Am 21. November 2005 fand in der „Werkstatt der Industriekultur“ in Göttelborn die Gründungsversammlung unseres Vereins statt. Die Übertragung der Institutsaufgaben an den neuen Verein erfolgte zum 1. Januar 2006. Das Umweltministerium blieb auch in den ersten Jahren nach der Änderung der Rechtsform das für uns zuständige Ministerium.

Im Gefolge der Vereinsgründung endete auch das fast 25-jährige Direktorat von Heinz Quasten. Seine Nachfolge trat der Geograph und Soziologe Olaf Kühne an. Er begründete 2006 unsere neue Online-Publikationsreihe „Saarbrücker Landeskundliche Arbeiten“ und leitete unser Institut bis Dezember 2010. In seine Amtszeit fiel auch der 2008 vollzogene Umzug des Instituts in unsere neuen Räumlichkeiten im Zechenhaus der ehemaligen Grube Reden in der Gemeinde Schiffweiler.

Ende 2009 wechselte die ministerielle Zuständigkeit für unser Institut zum Ministerium für Wirtschaft und Wissenschaft. Im Zuge der Bildung einer neuen Landesregierung nach der Landtagswahl 2012 änderte sich die ministerielle Zuordnung erneut. Das für unser Institut zuständige Ministerium ist seitdem das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz.

Die Leitung unseres Instituts hat seit seiner Wahl in der Mitgliederversammlung am 9. Dezember 2010 unserer derzeitiger Direktor Delf Slotta.

Eine aktuelle Zusammenstellung der in unserem Verein zusammenwirkenden Personen finden Sie unter „Unser Team“.

Institut für Landeskunde
im Saarland (IfLiS) e.V.

Zechenhaus Reden
Am Bergwerk Reden 11
D-66578 Schiffweiler

Telefon:
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Telefax:
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